Reisetipps für Sarajevo

Alles Wichtige vor dem Besuch von Sarajevo — Geld, Verkehrsmittel, Grenzübergänge und die beste Reisezeit.

Wissenswertes über Reisetipps für Sarajevo

Bosnien-Herzegowina liegt außerhalb der EU, außerhalb der Eurozone und außerhalb des Schengen-Raums, weshalb die Einreiseregeln eigenständig geprüft werden sollten: visumbefreite Staatsangehörige aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und den meisten EU-Staaten benötigen für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen kein Visum, und diese Tage zählen nicht in das separate Schengen-Kontingent hinein. Es lohnt sich, die aktuelle Anforderung vor dem Flug für den eigenen Pass zu prüfen, da sich Regelungen schon verschoben haben.

Sarajevos Lebenshaltungskosten sind nach europäischen Maßstäben moderat und liegen spürbar unter dem benachbarten Kroatien: Ein bosnischer Kaffee kostet rund 2 bis 3 KM, ein Burek 3 bis 5 KM, zehn Ćevapi 8 bis 12 KM, ein Bier 3 bis 5 KM, ein Restaurant-Hauptgericht 12 bis 25 KM, ein Bett im Hostel 20 bis 35 KM, eine Wohnung 60 bis 110 KM und ein Doppelzimmer im 3- bis 4-Sterne-Hotel 100 bis 200 KM pro Nacht. Die offizielle Währung ist die Konvertible Mark (KM, auch BAM), fest an den Euro gekoppelt mit einem Kurs von 1 Euro zu 1,95583 KM, also grob 2 KM für 1 Euro; Euro werden gelegentlich akzeptiert, aber meist zu einem ungünstigen Kurs, weshalb sich das Umtauschen in KM lohnt.

Bei der Mobilität liegt das eigentliche Sparpotenzial: Ein Mietwagen deckt die Olympiaberge, das Neretva-Tal und Tagesausflüge nach Travnik oder Konjic flexibel ab und eignet sich für eine Reise mit mehreren verstreuten Zielen; der Zug nach Mostar passt zu diesem einen Ziel besonders gut; und die Straßenbahn in der Stadt selbst, die älteste durchgehend betriebene Europas, kostet pro Fahrt rund 1,80 KM. Sarajevo selbst hat einen eigenen Flughafen, den Flughafen Sarajevo (SJJ), gut 10 bis 15 Minuten vom Zentrum entfernt und mit wachsender Zahl europäischer Verbindungen.

Das Wetter prägt die Reise deutlich: Mai bis Juni sowie September bis Anfang Oktober bieten das beste Verhältnis aus Wetter und Andrang, der Winter bringt Skifahren nur 45 Minuten von der Stadt entfernt, aber im Dezember und Januar liegt wegen der Kessellage im Tal der Miljacka eine reale Luftverschmutzung über der Stadt, die man als Fakt einplanen sollte, ohne sie zu dramatisieren. Sicherheit ist selten ein Thema — Sarajevo zählt zu den sichereren Hauptstädten der Region —, und beim Trinkgeld gilt ein leichter Umgang: Ein Aufrunden der Restaurantrechnung oder der Taxifahrt auf den nächsten runden Betrag oder etwa 10 Prozent ist die Norm statt eines festen Prozentsatzes.

Häufige Fragen zu Reisetipps für Sarajevo

Brauche ich ein Visum für die Einreise nach Bosnien-Herzegowina?

Bosnien-Herzegowina gehört nicht zum Schengen-Raum, daher benötigen Passinhaber aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und den meisten EU-Staaten in der Regel kein Visum für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen. Am besten die aktuelle Anforderung vor der Buchung für den eigenen Pass prüfen, da sich Regelungen von Zeit zu Zeit ändern.

Welche Währung braucht man in Sarajevo, und wird der Euro akzeptiert?

Bosnien-Herzegowina nutzt die Konvertible Mark (KM oder BAM) als offizielle Währung, fest an den Euro gekoppelt zu 1 Euro gleich 1,95583 KM. Euro werden an manchen Orten angenommen, aber meist zu einem ungünstigen Kurs, weshalb sich das Umtauschen in KM für den Alltag lohnt.

Wie teuer ist Sarajevo im Vergleich zu anderen europäischen Orten?

Moderat und deutlich günstiger als das benachbarte Kroatien: Rechnen Sie mit rund 2 bis 3 KM für einen Kaffee, 12 bis 25 KM für ein Restaurant-Hauptgericht und 100 bis 200 KM pro Nacht für ein Doppelzimmer im 3- bis 4-Sterne-Hotel. In der Hochsaison steigen vor allem die Unterkunftspreise spürbar.

Lohnt sich ein Mietwagen für eine Reise mit Basis Sarajevo?

Für die meisten Reisenden ja — ein Mietwagen deckt die Olympiaberge, das Neretva-Tal und Ausflüge nach Travnik oder Konjic flexibel ab. Für Mostar, wo der Zug direkt und stressfrei fährt, passt oft die Bahnfahrt besser als Selbstfahren.

Muss ich in Restaurants und Taxis in Bosnien-Herzegowina Trinkgeld geben?

Ein leichter Umgang genügt — ein Aufrunden der Rechnung auf den nächsten passenden Betrag oder etwa 10 Prozent gilt als üblich, ein fester Prozentsatz wird nicht erwartet. Restaurantpersonal und Taxifahrer freuen sich darüber, bestehen aber nicht darauf.